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Der Verlagsshop bietet auch mir etwas, wenn Sie hier kaufen. Ich sage: Dankeschön.

Selbstverständlich bekommen Sie es, in beiden Varianten, auch im Buchhandel und im Internet in anderen Shops.


Was steht drin, möchten Sie wissen?

 

 

 

Die Überschriften in diesem Buch:

 

 

Satz meiner Mutter, Satz meines Opas, Sexueller Missbrauch, Omi und Opi sind die allerbesten, Rauswurf aus dem Elternhaus, Der Tag, an dem die Stasi, Mein Freikauf, Endlich Papa werden, Traumatherapie und Reflektion, „Nie“ wieder Partnerschaft, Ein steiniger Weg, Freunde sagen: In dir steckt so viel, Opi packt einen Koffer, Liebe stirbt nie, Herzen die Gesichter tragen, Ein zweiblättriges Kleeblatt, Ich starre aus dem Fenster, Es war einmal, Aufruhr in der Küche, Das Waldhotel, Der kaputte Mond, Aus dem Leben eines Schuhes, Die Bande, Bunt, Eine Alltagsbegegnung, Fremdenfeindlich?!, Unwetter, Urlaub (Gewidmet einem Freund), Danke und Buchempfehlungen.

 

 

Ein paar Textausschnitte folgen hier:

 

 

Meine Mutter sagte mal einen Satz zu mir, als ich etwa 6 Jahre alt war: „Ich könnte dich in einen Sack stecken, diesen zubinden, einen Stein daran befestigen und alles zusammen in die Spree werfen“. Als ich diesen Satz, im bitteren Ernst, zu hören bekam, war ich noch keine 6 Jahre alt. Diesen Satz habe ich nie vergessen.

 

 

Gerd, mach in deinem Leben so viele Fehler wie du kannst, aber lerne daraus.

 

 

Diesen Satz habe ich nie vergessen.

 

 

[…]

 

 

Mir tat alles weh, aber ich konnte denen doch nicht erzählen, was passiert war. Schließlich hatte der Bahnhofsleiter mir angedroht, dass es beim nächsten Mal noch viel „schöner“ wird. Mit anderen Worten, ich würde wohl beim nächsten Mal noch mehr Schmerzen und Ekel verspüren.

 

 

Auf dem Weg nach Hause wurde es nicht besser. Im Gegenteil, kaum war ich auf dem Bahnhof Wuhlheide angekommen musste ich mich übergeben. Zum Glück trug ich unter meiner Jacke noch die Pioniereisenbahneruniform. Die Aufsicht auf dem S-Bahnhof Wuhlheide ließ mich ein, sodass ich wenigstens meine Sachen notdürftig säubern konnte. Dennoch gelang es mir nicht, meine Hose sauber zu bekommen. Die Schuhe hatte ich mit einem Putzlappen und Wasser gesäubert. Speziell oberhalb der Enden der Hosenbeine war Erbrochenes, das ich nicht abbekam. Als ich nach drei S-Bahn-Stationen und einer halben Stunde Fußweg zu Hause ankam, schimpfte meine Mutter sofort los und sagte, dass ich doch nicht immer so viel Eis essen soll. Dann wird mir auch nicht schlecht.

 

 

[…]

 

 

Um das zu erzählen und darüber zu schreiben, muss ich in meiner Biografie ein ganzes Stück zurückgehen, aber wenn Sie das Buch bisher gelesen haben, wird Ihnen manches bekannt vorkommen. So zum Beispiel der sexuelle Missbrauch oder die Stasihaft.

 

 

Um hierüber mehr zu erfahren, empfehle ich Ihnen meine Bücher: „Wertvolle Freiheit“ und „Eingesperrt und freigekauft“.

 

 

Im Jahr 1989 wurde ich von der damaligen Bundesrepublik für 103.000,00 DM freigekauft. Die Summe hängt mit meinem Alter und meiner beruflichen Qualifikation zusammen.

 

 

Damals hat man mir eine Psychotherapie angeboten, ich jedoch lehnte dankend ab, denn ich wollte frei sein, atmen, laufen wohin ich will, fliegen wohin ich will und ja, sogar selbst das Licht aus- oder einschalten. Was sollte mir eine Psychotherapie bringen. Mit ausgefeilter – heute weiß ich „operativer“ – Psychologie hat die Stasi mich in dem Stasiknast, in dem ich zuerst war, kaputt gemacht. Naja, nicht ganz zerbrochen, aber ich war schon lange nicht mehr derjenige, der ich vor meiner Verhaftung war.

 

 

So habe ich mich in die Arbeit gestürzt und bin auch mal mit Kollegen ins Millerntor Stadion gefahren, habe die Alster, „Planten un Blomen“, den Tierpark „Hagenbeck“, den Kiez und den Michel besucht. Hamburg ist eine schöne Stadt, meine Wahlheimat. Dennoch zog ich, der Liebe wegen, Ende 1993 zurück nach Berlin. Wirklich wohl war mir bei dieser Entscheidung nicht. Aber in den „Luftkurort“ Bitterfeld wollte ich auch nicht. Ein Jahr später habe ich geheiratet. Aber die Traumata waren genauso schnell wie ich, mit mir gezogen.

 

 

[…]

 

 

Ich bekam über Facebook eine Anfrage von einer Frau Keil zu meinem autobiografischen Buch. Als ich das las, musste ich erst mal schmunzeln. Eine Frau, die ich nicht kenne, jedoch mit dem gleichen, wie meinem, Namen fragte nach.

 

 

Dann schrieb ich ihr zurück. So schrieben wir noch einige Male hin und her. Dann fragte ich sie, ob wir uns nicht einmal treffen könnten. Erfreulicherweise bejahte sie meine Frage.

 

 

Im Herbst, genau am 08.11.14 kam sie, wie vorher verabredet, mit ihrem Therapeuten und einem Historiker zu mir. Die zwei Stunden mit ihr und den beiden Männern waren für mein Gefühl zu schnell vorbei. Beim Abschied fragte ich sie, Gott sei Dank, ob ich sie in den Arm nehmen darf. Auch das bejahte sie. Sie in meinen Armen zu spüren, war ein so wunderbarer Moment, dass ich am liebsten nicht mehr losgelassen hätte.

 

 

Etwas traurig blickte ich dem Auto ihres Therapeuten, mit dem die drei gekommen waren hinterher. So viel Wärme, so viel Ehrlichkeit, so viel Gefühl spürte ich schon sehr lange in keiner Umarmung mehr. Als Manuela mich in ihre Arme nahm, waren genau diese Gefühle da.

 

 

[…]

 

 

Du hast Fluchthilfe betrieben.

 

 

Du hast 21 Tage in einer runden, schalldichten und stockdunklen Zelle überlebt.

 

 

Du hast fast drei Jahre Stasihaft überlebt.

 

 

Du hast ein autobiografisches Buch geschrieben.

 

 

Du gehst in Schulen, in die KAS, in Erwachsenenbildungseinrichtungen, in Kirchen und hältst Lesungen und Vorträge.

 

 

Du kämpfst gegen das Vergessen und Verklären einer Diktatur.

 

 

Du hast ein Kinderbuch geschrieben.

 

 

Du spielst seit nunmehr 20 Jahren den Weihnachtsmann im Kinderkrankenhaus, in Kindergärten, bei Weihnachtsfeiern und auch in privaten Haushalten.

 

 

Du engagierst dich ehrenamtlich im sozialen, kirchlichen und kommunikativen Bereich.“

 

 

Dann werde ich meist sehr verlegen. Dennoch bleibt mir nichts anderes übrig, als ihnen Recht zu geben.

 

 

Ich glaube beinahe, dass Freunde oder Menschen, die mir nahestehen und auch oft sehr kritisch sind, mehr in mir sehen als ich selbst.

 

 

[…]Mein lieber Opi, als du in das KZ – Buchenwald deportiert wurdest, hattest du keine Zeit mehr, um vorher noch etwas in deinen Koffer zu packen. Nein, die Nazis nahmen dich mit und sperrten dich ein. Warum genau hast du mir nie gesagt. Als ich dich damals darum bat, mit mir dorthin zu fahren, sagtest du immer und immer wieder, dass ich noch zu klein bin. Ja, ich weiß. Als ich dich das erste Mal darum bat, war ich gerade neun Jahre alt. Für mich warst du damals schon ein Held, heute, wo ich selbst erwachsen bin, bist du es mehr als je zuvor.

 

 

Als ich von einem Historiker aus dem ehemaligen KZ Bergen – Belsen kürzlich erfuhr, dass du zu denen gehörtest, die von Buchenwald ZU FUSS, den als Todesmarsch berüchtigten „Weg“ in das KZ Bergen - Belsen gegangen bist, musstest du sehr stark sein. Persönliche Dinge hattest du, wie ich heute weiß, nicht mehr. So ist es mehr als traurig, dass du auch auf diesem Weg vorher keinen Koffer packen konntest.

 

 

[…]

 

 

Cordula Grau, eine junge Frau, lebt in einer kleinen Stadt, in einem rein flächenmäßig, auch, kleinem Land. Leben, ist eigentlich nicht so ganz richtig, denn vieles in diesem Land bedrückt sie, ja engt sie sogar sehr ein. Einen Partner, mit dem sie zusammenleben wollte, hatte sie schon. Aber im Lauf der Zeit, war aus dem jugendlichen „Kämpfer“ ein junger Mann geworden, der mit allem einverstanden war. So trennte sie sich von ihm, denn so wollte und konnte sie nicht leben.

 

 

Klaus Bunt, auch ein junger Mann, hingegen lebt in einer großen Stadt. Er genießt das Leben. Geht abends mal in das Kino, tanzen, verreisen wohin er mag. Aber er ist Single und obgleich er nach einer passenden Partnerin schon seit Jahren sucht, hat er die richtige, die eine noch immer nicht gefunden. Nicht, dass seine zu hohen Ansprüche da gewesen wären. Im Gegenteil: Sie musste keine Millionärin, oder etwa Besitzerin einer riesigen Villa sein. Nein, er suchte eine junge Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Wenn möglich rote Haare haben, Sommersprossen tragen und auf der süßen Stupsnase, von ihr, eine schicke Brille sitzt.

 

 

[…]

 

 

Irgendwann wird dieser Aushilfswinter vorbei sein, aber wer weiß wann. Leider verstehe ich die menschliche Sprache nicht so gut, dafür kann ich gut Schuhsolianisch und natürlich auch Lederriemiastisch. Beide Sprachen beherrschen weder mein Besitzer noch seine Partnerin. Die Verständigung zwischen Schuh, Stiefel oder Sandale und den Menschen scheint sowieso nicht sehr leicht zu sein. Wenn ich nur daran denke, wie das war, als meine Freundin Lisa Damenturnschuh in die Waschmaschine sollte, wurde ihr schon vorher schwindlig. Sie hatte einmal, bei Freunden ihrer Besitzerin gesehen wie schnell sich die Trommel dreht. Da würde sie nie hineingehen, hatte sie für sich beschlossen. Jetzt aber schien es unvermeidbar zu sein. Sie versuchte noch sich mit ihren Schnürsenkeln am Schuhschrank festzuhalten, aber es gelang ihr nicht. Ihre Besitzerin war einfach zu stark. So purzelten sie durch die Trommel und irgendwann träumten sie sich auf den Pedalen eines Fahrrades. Da fühlten sich die Turnschuhe sehr wohl. Immer fester dachten sie an diesen schönen Traum und plötzlich war alles vorbei. Sie wurden wieder aus der Trommel geholt und plötzlich konnten sie wieder gucken. Das ging zuletzt nur noch schwer, denn der Schmutz hatte ihnen ordentlich zugesetzt. So hatte dieses merkwürdige Gerät auch etwas Gutes. Denn sehen zu können, ist für Lisa Damenturnschuh sehr wichtig. Nicht das während der Fahrt eine Fliege ins Auge gerät oder noch viel schlimmer, etwas auf dem Bordstein liegt und es möglich wäre, genau hineinzutreten. Irgendwie konnte ihre Besitzerin aber genau dies gut vermeiden.

 

 

Inzwischen war der Aushilfswinter auch vorbei. Es wurde warm, noch wärmer, ja es wurde heiß. In der ersten Zeit standen nun die Sandalen neben mir, den überlasteten Halbschuhen meines Besitzers. Immer öfter durfte ich zu Hause bleiben, dass tat wirklich mal gut. Jetzt bemerkten die Sandalen immer häufiger wie es ist, wenn man kaum mehr Freizeit hat. Schließlich läuft unser Besitzer nicht nur mal ums Haus. Nein er steigt Treppen hoch und runter, tritt auf Bordsteinkanten, läuft über Straßenbahnschienen und manchmal auch über Fliesen. Das aber nur sehr selten.

 

 

[…]

 

 

Gleich am ersten Abend beschließen alle gemeinsam etwas essen und etwas trinken zu gehen. Als sie im Lokal angekommen waren, bemerkt Dennis, dass es hier sehr freundlich und angenehm zugeht. Nach und nach verliert er seine Abneigung und als sich die künftige Chefin neben ihn setzt, bleibt er sitzen und beide vertiefen ihr begonnenes Gespräch. Die zwei werden künftig, also die kommenden sechs Monate sehr viel gemeinsam arbeiten und reden. Dennis sein Chef glaubt schon bald, dass es hier den wunderbaren Moment einer beginnenden Freundschaft gibt.

 

 

Richtig, als die sechs Monate vergangen sind, umarmen sich alle sehr herzlich. Als Dennis die Ingenieurin umarmt, lachen beide und es rollen Tränen. Tränen des Abschieds und Tränen die seine „Voreingenommenheit“ endgültig wegspülen.

 

 

[…]

 

 

Torsten hatte sich vor einiger Zeit mit einer sehr ernsthaften Erkrankung beschäftigen müssen. Er ist an Krebs erkrankt und das noch vor so einem Monat, in dem es immer mal wieder schlechtes Wetter gab. Genau, der November ist sowieso schon immer trist, grau und trostlos, genau wie seine Stimmung. Dabei ist er im besten Mannesalter, steht mit beiden Beinen im Leben, hat einen verantwortungsvollen Beruf als Direktor einer Bildungseinrichtung, ist Pastor und zu seinen Hobbys gehört das Schreiben. Über dieses Hobby haben wir uns kennengelernt.

 

 

Und genau in diesem Hobby ist er gerade jetzt gefragt. Eine Veranstaltung steht an, wie in jedem Jahr zuvor auch. Diese Veranstaltung findet einmal jährlich statt und die meisten seiner Mitschreiberinnen und Mitschreiber bereiten diesen Abend mit viel Mühe und Spaß vor. Alle freuen sich schon, doch in diesem Jahr wird es anders sein. Torsten wird nicht mit vorbereiten und auch nicht mit vortragen können. Die anderen Schreiberlinge sind betroffen, als Torsten von seiner Krankheit berichtet. Alle wünschen ihm viel Gesundheit und drücken ihm die Daumen, dass alles gut wird. Mit seinem heißen Draht nach oben zu seinem himmlischen Chef, viel Mut, Kraft, Zuversicht und die Liebe seiner Familie besiegt er diesen Krebs.

 

 

Ein gutes halbes Jahr später geht es ihm auch wieder richtig gut und die Urlaubssaison hat begonnen. Er arbeitet noch und er arbeitet viel, denn etwas nur so halb zu machen, ist nicht Torsten. Das könnte er nicht.

 

 

[…]

 

 

Danke, all jenen die hier im Autorenkreis nicht mehr dabei sind. Ihr wart uns immer eine Bereicherung. Danke an euch, die ihr viel zu früh für immer von uns gegangen seid. Danke, dass ihr jetzt, dort wo ihr seid, uns auch nicht vergessen habt. Danke an den alten Herrn, der euch bei sich aufgenommen hat, der euch von Kummer, Leid und Schmerz erlöst hat.

 

 

Danke an meine Kinderfreundin und spätere Jugendliebe Heike, dafür dass du immer auf mich achtest, dass ich noch heute die vielen Herzen auf dem Spiegel sehen kann.

 

 

Danke an meine liebe Oma und meinen lieben Opi. Danke, weil ich ohne euch beide niemals der geworden wäre, der ich heute bin und sein darf.

 

 

Danke, lieber Gott, dass du Manuela und mich zusammengeführt hast. Danke, denn durch Manuela habe ich erfahren dürfen, was wirkliche, tiefe und wahre Liebe ist. Danke, dass du unseren Schutzengeln immer genug Zeit und Kraft gibst, damit sie über uns wachen können, gerade wenn es mal schwierig ist. Danke für die Liebe zwischen ihr und mir. Eine Liebe, die es zu Ostzeiten nie gegeben hätte.

 

 

Danke, dass ich nach 22 Stunden im Kreißsaal erleben durfte, was es für ein zauberschönes Wunder ist, Papa werden zu dürfen. Danke, dass ich zwei Jahre später nochmal Papa werden durfte, wenn ich auch nicht direkt dabei sein konnte.

 

 

Vielleicht haben Sie, liebe Besucher*innen jetzt einen kleinen Einblick in mein Buch bekommen und möchten es gern kaufen. Ich würde mich drüber freuen.

 

 

 

 

 
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